Leserfragen zum Buch und Antworten vom Autor

 

 

Hier möchte ich Ihnen eine Auswahl von Leserfragen vorstellen, die auch Sie interessieren könnten.

Auch Sie können mir über meine eMail Adresse

 

lukas-wirp@web.de

 

Fragen und Anregungen zum Buch oder zum Leben allgemein schicken.

Ich freue mich auf Ihre Resonanz.

 

Hier nun die Leserfragen nebst Antworten:

 

 

Frage: Bei der neutralen Beobachtung meiner Einheit Mensch wurde mir bewußt, wie wenig Eigenliebe in mir vorhanden ist. Es ist sehr viel, dass ich in mir entdecken konnte, aber überwiegednd Dinge, die nicht mit Liebe und Licht zu tun haben.

Das war für mich eine erschreckende Erkenntnis. Ich möchte mich aber unbedingt ändern in dieser Hinsicht. Kann ich auf positive Veränderung nach dieser Erkenntnis hoffen ?

Lukas Wirp: Am Anfang jeder Veränderung steht die Erkenntnis. Sonst kann es keine Veränderung geben. Es ist ein großes Geschenk, wenn einem die inneren Strömungen und Zustände offenbart werden. Sei dankbar dafür und schau dir ersteinmal alles in Ruhe an, solange du möchtest. Es besteht keinerlei Zeitdruck, ja, es besteht sogar überhaupt kein Druck der auf Veränderung drängt. Den Druck, dich verändern zu müssen, machst du dir nur selbst.

Deshalb ist es so wichtig ein neutraler Beobachter zu sein. Bewerte nicht, (ver)urteile nicht, richte nicht. Schau hin, erkenne und sei dankbar dafür. Das ist der Weg.

Die Transformierung wird sich ereignen, wenn die reife dafür gekommen ist, nicht, wenn du es erzwingen willst. Du kannst auch nicht das erblühen einer Blume erzwingen, alles braucht seine Zeit. Habe Geduld und warte die Reife ab. So, wie auch der Apfel am Baum geduldig seiner Reifwerdung entgegensieht. Mit Druck und Zwang  wirst du nichts bewirken. Mit Sanftheit, Güte und Verstehen alles.

Die Eigenliebe hat viel damit zu tun, wie dein Umgang, also deine Betrachtung deiner Ganzheitlichkeit aussieht. Verurteilst du dich für alles , auch dafür, dass du so wenig Eigenliebe hast, dann wird die Folge eine innere Zerrissenheit und ein Kampf gegen dich selbst sein. Was auf keinen Fall passieren wird ist, dass die Eigenliebe auch nur einen Millimeter größer wird. Erst, wenn du ruhig und sanft alles in dir anschauen kannst, ohne zu urteilen, ganz neutral und bewußt, erst dann wird sich deine Entwicklung wieder in Bewegung setzen.

Höre einfach auf gegen alles in dir zu kämpfen und du wirst sehen, was dann passiert.



 

 

Frage: Wer bin ich ?

Lukas Wirp: Du bist all das, was sich dir in deinem Jetzt zeigt. Alles ist ein Spiegel  deines Seins und so kannst du alles nutzen was dich umgibt um

dich selbst zu erkennen. Schaue einfach nur genau hin. Urteile über nichts

von dem was dir begegnet. Sei Aufmerksam und nehme alles als Hinweis deiner Selbst an.

Schaue dir dein Leben aus Sicht eines Zuschauer an. Auf der Bühne spielt sich dein Jetzt ab, all deine Handlungen, Reden und Erlebnisse. Du aber sitzt im Zuschauerraum und schaust einfach nur zu. Urteilsfrei und achtsam.

Dann weißt du werd du bist.

 

 

Frage: Was ist mit all dem Schlechten das auch in mir ist ?

Lukas Wirp: Es gibt in der Existenz nur eine Ganzheitlichkeit. Diese besteht oftmals aus scheinbaren Polaritäten, auch als "Scheindualitäten" bezeichnet.

Das sogenannte "Schlechte" ist genauso Bestandteil von dir wie das "Gute".

Es ist ein und dieselbe Sache, nur von verschiedenen Blickwinkel aus betrachtet.

Licht erzeugt Schatten. Begibst du dich nach oben, wird es ein Unten geben.

Bei den "guten" und "schlechten" Eigenschaften handelt es sich lediglich um die beiden Ausrichtungen ein und derselben Sache, nämlich von dir als Ganzes.

In Wirklichkeit gibt es nicht einmal Polaritäten.

Alles ist eine Einheit und gehört zu dir. Licht wie Schatten. Beides ist Eins und das Eine bist du.

Nehme alles an. Solange du gegen etwas in dir kämpfst schenkst du dem, was du bekämpfst, Energie. Du brauchst dich dann nicht zu wundern wenn es wächst und sich nicht transformieren läßt. Akzeptiere deine Vielschichtigkeit und lasse deine Energien frei durch dich fließen.

 

 

Frage: Ich habe viele Ängste, die sich aus der Vergangenheit ergeben haben und mich auch heute noch sehr beeinträchtigen. Werde ich die Ängste aus der Vergangenheit jemals los und wie gehe ich am besten mit ihnen um  ?

Lukas Wirp: Die Ängste haben einen Sinn. Sie sind dir nicht umsonst geschenkt worden. Denn alles, was uns das Leben bringt ist ein Geschenk.

In unseren Ängsten werden uns viele Botschaften übermittelt. Dinge, die wir sonst nicht wahrnehmen würden.

Und auch in Umgang mit unseren Ängsten gilt: Nehme die Ängste erstmal einfach so an, wie sie gerade sind. Akzeptiere sie, bewerte nicht. Auch sie sind ein Teil deines Lebens. Bekämpfst du sie, führst du ihnen nur unnötige Energie zu und sie können wachsen und gedeien. Dann wirst du weder Frieden noch die Botschaften der Ängst entdecken.

Deshalb: Bleibe im Umgang mit deinen Ängsten sanft und harmonisch. So schwer dir das auch zu Anfang fallen sollte. Schau hin, flüchte nicht vor ihnen, spreche mit ihnen und heisse sie als Botschafter in deinem Hause willkommen. Dann werden sie dir zunehmend freundlich begegnen und sich dir offenbaren. Dann findet verstehen statt und die Ängste werden sich allmählich auflösen wie die Wolken bei Sonnenschein.

 

 

Frage: Ich habe auf Ihrer Internetseite "Marinemaler.net" gesehen, dass sie auch Kriegsschiffe und Jagdflugzeuge malen. Ich meine, die Bilder, die ich auf dieser Seite gesehen habe sind alle wunderschön, auch die Kriegsschiffe, aber wie bringen Sie das für sich in Einklang: Meditation und Licht und dann solche Schiffsbilder ?

Lukas Wirp: Vielen Dank, dass Sie diese Frage gestellt haben. Ich höre dies übrigens sehr häufig und möchte es Ihnen gerne aus meiner Sicht erläutern. Zum einen hat es mit der Ganzheitlichkeit aller Dinge auf dieser Welt zu tun. Das ist allerdings nur der kleinere Teil für mich. Zum anderen (und hier liegt für mich der Hauptgrund für meine Gemälde) geht es um die Heilung der Welt. Beide Punkte möchte ich kurz erläutern:

Zur Ganzheitlichkeit: Gehen wir davon aus, dass die Erschaffung der Menschheit einen tieferen Sinn hat, so müssen wir auch davon ausgehen, dass sowohl der freie Willen des Menschen als auch alle Dinge, die aus diesem Konstrukt hervorgehen, einen Sinn haben. Selbst dann, wenn ich selber den Sinn bestimmter Dinge gerade nicht erkennen kann. Andernfalls wäre alles im Leben purer Zufall und Chaos. Dies widerspräche dann allerdings der fein säuberlichen Ordnung, die hinter allen Dingen zu ersehen ist. Ich nehme diese Ganzheitlichkeit der Welt an. Ich versuche es zumindest. In Bezug auf meine Gemälde gehören Lichtbilder und Bilder von Kriegsschiffen zu dieser Ganzheitlichkeit. Beides ist auf der Welt existent (bzw. war einmal existent) und ich akzeptiere dieses. Genauso, wie ich in mir die positiven, aber auch die negativen Gefühle akzeptiere. Kämpfe ich gegen eine Seite, gebe ich ihr nur zusätzlich Energie und sie wird wachsen. Nehme ich sie an, habe ich die Möglichkeit sie zu transformieren. 

Nun zum zweiten, wichtigeren Punkt: Die Heilung der Welt.

Immer wieder bekomme ich von Kunden gesagt, dass meine Gemälde ein ganz bestimmtes Licht ausstrahlen. Sie haben einen bestimmten Glanz. Diese Aussagen beziehen sich auch auf die Militärbilder. Dann bekam ich von einer sehr weisen Frau vor ein paar Jahren auf meine Frage "Warum bekomme ich als Künstler relativ viele Aufträge aus dem Bereich Marine mit U-Booten und Kreigsschiffen" folgende Antwort:

"Deine Bilder strahlen etwa aus. Bei allen deinen Bildern sieht und spürt man, dass sie mit Liebe, mit sehr viel Liebe, gemalt sind. Das ist es, was sie für die Welt besonders macht. Die Welt braucht die Liebe der Künstler um heilen zu können. Gerade durch die Kriege der letzten Epoche, hat die Welt so einiges an Wunden erlitten. Hier ist Heilung dringend notwendig. Und was macht die Menscheit ? Sie verstecken diese Wunde hinter ihrem Rücken, sie schauen nicht mehr hin, sie tuen so, als ob es keine Wunde gäbe. Dadurch geschieht aber keine Heilung, ganz im Gegenteil, es kann zu einer Entzündung kommen. Also müssen wir die Wunde hervorholen, den Verband entfernen und die Stelle mit einer Art Kamillensalbe pflegen. Und genau das machst du. Mit deinen liebevoll gemalten Gemälden bist du die Kamillensalbe für die Kriegswunden der Welt. Deshalb kommen die Aufträge auf dich zu. Es hat alles einen Sinn. Vertraue diesem Sinn und gehe deinen Weg weiter. Lass dich nicht von den Menschen von diesem Weg abbringen"

Diese Aussage konnte ich verstehen und mit meinem Gefühl bestätigen. Deshalb erfülle ich die Aufträge, die auf mich zukommen. Mit aller Liebe, die ich habe.